Konzept-Demo. Die Domain zinsen.digital wird inkl. Design im Bieterverfahren vergeben – Frist 23. Juni 2026, 12 Uhr. Sofortvergabe möglich. Anfragen: info@johannesfaupel.com
Alle angezeigten Zinssätze und Zahlen sind Demo-Daten zur Visualisierung.
Glossar

Zins-Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Zinsen, Geldanlage und Finanzierung – kompakt und verständlich.

A

Annuitätendarlehen

Das Standard-Hypothekendarlehen: Die monatliche Rate bleibt konstant, aber der Zinsanteil nimmt ab, der Tilgungsanteil zu. Ermöglicht gute Planbarkeit über die Laufzeit.

Aufzinsung

Das Gegenteil der Abzinsung – ein heute angelegter Betrag wird mit Zinsen auf einen zukünftigen Wert hochgerechnet. Grundlage des Zinseszins-Effekts.

B

Beleihungsauslauf

Das Verhältnis von Darlehensbetrag zum Beleihungswert der Immobilie (in Prozent). Ein niedrigerer Beleihungsauslauf führt in der Regel zu günstigeren Zinsen, da das Risiko für die Bank geringer ist.

Bundesanleihe

Anleihe der Bundesrepublik Deutschland – gilt als sicherste Anlageform in Euro. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gilt als Referenz für den deutschen Kapitalmarkt.

D

Dispositionskredit (Dispo)

Kurzfristiger Überziehungsrahmen auf dem Girokonto. Sehr flexibel, aber mit den höchsten Zinssätzen aller Standardkreditprodukte (Ø 10–12 % p. a.).

E

Effektivzins

Der tatsächliche Jahreszins unter Berücksichtigung aller Kosten (Bearbeitungsgebühren, Agio etc.). Beim Kreditvergleich immer der effektive Zinssatz heranzuziehen – nicht der Nominalzins.

Einlagensicherung

Gesetzliche Pflichtversicherung in der EU: Spareinlagen bis 100.000 € je Kunde und Bank sind im Fall einer Bankeninsolvenz geschützt.

Euribor

Euro Interbank Offered Rate – der Zinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum gegenseitig Geld leihen. Referenzsatz für viele variable Kredite und Derivate.

EZB (Europäische Zentralbank)

Die Zentralbank des Euroraums mit Sitz in Frankfurt. Setzt den Leitzins für 20 Mitgliedstaaten und hat das Mandat der Preisstabilität (Inflationsziel: 2 %).

F

Festgeld

Sparprodukt mit fester Laufzeit und festem Zinssatz. Ertrag höher als Tagesgeld, aber während der Laufzeit kein Zugriff auf das Kapital möglich.

Fisher-Gleichung

Realzins ≈ Nominalzins – Inflation. Der Ökonom Irving Fisher formulierte den Zusammenhang zwischen Nominalzins, Realzins und Inflationsrate.

Forward-Darlehen

Baufinanzierung, die bereits heute abgeschlossen wird, aber erst in der Zukunft (bis 60 Monate) ausgezahlt wird. Schützt vor steigenden Zinsen bei der Anschlussfinanzierung.

L

Leitzins

Der von der Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem Geschäftsbanken Geld leihen oder parken können. Das wichtigste Instrument der Geldpolitik.

N

Nominalzins

Der vertraglich vereinbarte Zinssatz ohne Berücksichtigung von Inflation oder Kosten. Für Vergleiche stets mit dem Effektivzins ergänzen.

R

Realzins

Nominalzins minus Inflationsrate. Gibt an, um wie viel die reale Kaufkraft durch die Anlage wächst (oder schrumpft). Bei hoher Inflation kann der Realzins negativ sein.

T

Tagesgeld

Sparprodukt mit täglich verfügbarem Guthaben und variablem Zinssatz. Kein Festzins – der Zins kann jederzeit geändert werden.

Tilgung

Der Rückzahlungsanteil bei einem Darlehen. Bei der Baufinanzierung üblich: anfängliche Tilgung von 1–3 % p. a. Je höher die Tilgung, desto schneller wird das Darlehen abgebaut.

Z

Zinseszins

Zinsen, die auf bereits erhaltene Zinsen berechnet werden. Der Zinseszins-Effekt führt bei langen Laufzeiten zu exponentiellem Kapitalwachstum.

Zinsstrukturkurve

Grafische Darstellung der Zinssätze über verschiedene Laufzeiten. Normalerweise steigend (längere Laufzeiten = höhere Zinsen). Eine inverse Kurve gilt als Rezessionsindikator.