Anschlussfinanzierung – rechtzeitig handeln, Zinsen sichern
Wenn Ihre Zinsbindung ausläuft, brauchen Sie eine Anschlussfinanzierung. Forward-Darlehen, Prolongation oder Umschuldung – was ist in Ihrer Situation die beste Wahl?
Was passiert am Ende der Zinsbindung?
Am Ende Ihrer Zinsbindungsfrist muss die Restschuld neu finanziert werden. Die Bank schickt Ihnen meist 3 Monate vor Ablauf ein Prolongationsangebot. Dieses müssen Sie nicht annehmen – Sie können frei zu einer anderen Bank wechseln (Umschuldung) oder ein Forward-Darlehen abschließen.
Die drei Optionen im Vergleich
| Option | Vorlaufzeit | Aufwand | Zinsvorteil möglich? |
|---|---|---|---|
| Prolongation (Hausbank) | kurz vor Ablauf | gering | selten – Vergleich lohnt |
| Umschuldung (neue Bank) | 3–6 Monate | mittel | ja, oft 0,1–0,3 % |
| Forward-Darlehen | bis 60 Monate | mittel | Zinssicherung auf Vorrat |
Forward-Darlehen: Wann es sich lohnt
Ein Forward-Darlehen sichert Ihnen heute den aktuellen Zinssatz für eine Anschlussfinanzierung in der Zukunft – mit einem kleinen Aufschlag pro Vorausmonat (ca. 0,01–0,02 % je Monat). Es lohnt sich, wenn Sie erwarten, dass die Zinsen bis zu Ihrer Fälligkeit steigen werden. Bei fallendem Zinsniveau ist es nachteilig.
Wie früh sollte man sich kümmern?
Empfehlenswert: 12–18 Monate vor Ablauf der Zinsbindung den Markt sondieren, Angebote einholen und vergleichen. Spätestens 3 Monate vorher die Entscheidung treffen – so bleibt genug Zeit für die Bearbeitung bei der neuen Bank.