Sparkonto und Sparbuch – das klassische Sparprodukt
Das Sparbuch ist ein deutsches Kultprodukt – aber kein besonders attraktives Sparprodukt mehr. Was es leistet und welche Alternativen Sie haben.
Was ist ein Sparkonto?
Das klassische Sparkonto (früher: Sparbuch) ist ein einfaches Einlagenprodukt bei einer Bank oder Sparkasse. Es gibt keine Laufzeit – aber eine gesetzliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Für Abhebungen über 2.000 € pro Monat ohne vorherige Kündigung können Banken einen Vorschusszins verlangen.
Warum sind die Zinsen so niedrig?
Sparkonten bei Filialbanken sind strukturell schlecht verzinst, weil:
- Filialbanken höhere Betriebskosten haben und diese auf die Marge anrechnen
- Der Wettbewerbsdruck im Filialgeschäft geringer ist
- Sparkonten-Kunden wechseln seltener die Bank als Tagesgeld-Kunden
Sparkonto vs. Tagesgeld
Das Tagesgeld ist in fast jeder Hinsicht das bessere Sparkonto: tägliche Verfügbarkeit (keine 3-monatige Kündigungsfrist), deutlich höhere Zinsen, und ebenfalls durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Es gibt keinen sachlichen Grund, heute noch Geld zu Sparbuch-Konditionen zu parken – wenn es Alternativen gibt.
Wann ergibt das Sparkonto noch Sinn?
Für Minderjährige (Geschenke, Taschengeld), für Menschen ohne Online-Banking-Zugang oder als einfacher Sicherheitspuffer – sonst ist das Tagesgeld oder Festgeld die bessere Wahl.